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Grundriss und Aufmaß: Küche richtig ausmessen

Anleitung zum Ausmessen der Küche: Welche Maße Sie brauchen und wie Sie Anschlüsse, Türen und Fenster im Grundriss eintragen.

Ein sorgfältiges Aufmaß ist die Grundlage jeder Küchenplanung. Schon wenige Zentimeter Abweichung entscheiden darüber, ob ein Hochschrank passt oder eine Blende nötig wird. Mit einem eigenen Grundriss können Sie Küchenformen durchspielen und Angebote einholen, bevor das Küchenstudio das verbindliche Aufmaß vor Ort erstellt. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Werkzeuge Sie brauchen, wie Sie vorgehen und welche Details im Plan nicht fehlen dürfen.

Werkzeug und Vorbereitung

Sie benötigen einen Zollstock oder ein Bandmaß, idealerweise zusätzlich einen Laser-Entfernungsmesser, eine Wasserwaage, Kästchenpapier und einen Bleistift. Räumen Sie die Wände so weit frei, dass Sie direkt am Mauerwerk messen können. Messen Sie immer in Zentimetern und runden Sie nicht großzügig auf.

So gehen Sie Schritt für Schritt vor

  1. Raumskizze anfertigen: Zeichnen Sie den Raum von oben und nummerieren Sie die Wände im Uhrzeigersinn.
  2. Wandlängen messen: jede Wand auf drei Höhen (ca. 10 cm, 90 cm, 200 cm), da Wände selten exakt gerade sind. Notieren Sie den kleinsten Wert.
  3. Raumhöhe messen: an mehreren Punkten, wichtig für Hochschränke und Oberschränke.
  4. Winkel prüfen: Ecken sind oft nicht exakt 90 Grad. Die Diagonalen des Raumes geben Aufschluss.
  5. Öffnungen eintragen: Türen mit Breite, Höhe und Aufschlagrichtung, Fenster mit Breite, Höhe, Brüstungshöhe und Abstand zur Ecke.
  6. Hindernisse einzeichnen: Heizkörper, Rohre, Pfeiler, Dachschrägen, Lichtschalter.

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Anschlüsse für Wasser, Strom und Abluft einzeichnen

Die Lage der Anschlüsse bestimmt, wo Spüle, Geschirrspüler und Kochfeld sinnvoll stehen. Messen Sie jeden Anschluss von der nächsten Ecke und vom Boden aus.

  • Wasser: Kalt- und Warmwasser-Eckventile, Abwasserrohr mit Höhe über dem Boden
  • Strom: Herdanschlussdose (Starkstrom, meist 400 V), alle Steckdosen und separaten Stromkreise für Backofen und Geschirrspüler
  • Abluft: vorhandener Mauerdurchbruch mit Durchmesser (häufig 125 oder 150 mm), alternativ Hinweis auf Umluft
  • Gas: falls vorhanden, Lage der Gasleitung

Ob sich eine Abluftlösung lohnt, erläutert die Seite Dunstabzug.

Typische Fehler beim Aufmaß

  • Nur auf einer Höhe gemessen, obwohl die Wand schief ist
  • Fensterbrüstung niedriger als Arbeitshöhe plus Arbeitsplatte – das Fenster kollidiert mit der Platte
  • Aufschlagrichtung der Tür vergessen, sodass sie gegen einen Hochschrank schlägt
  • Fliesenspiegel oder Putz noch nicht berücksichtigt
  • Heizkörper und Thermostatköpfe nicht eingezeichnet

Eigenes Aufmaß und Aufmaß durch das Studio

Ihr eigenes Aufmaß dient der Vorplanung und dem Angebotsvergleich. Vor der Bestellung sollte das Küchenstudio jedoch selbst nachmessen und dies im Vertrag festhalten. Stimmen die Maße dann nicht, liegt das Risiko beim Fachbetrieb. Mit dem fertigen Grundriss können Sie im Küchenplaner online erste Varianten testen oder direkt kostenlos Küchenangebote anfordern. Welche Form zum Raum passt, zeigt die Übersicht der Küchenformen.

KITCHENCHECK-Tipps

  • Messen Sie jede Wand zweimal und lassen Sie eine zweite Person gegenprüfen.
  • Markieren Sie Anschlüsse im Grundriss farbig: Blau für Wasser, Rot für Strom, Grün für Abluft.
  • Lassen Sie sich im Kaufvertrag bestätigen, dass das Studio das finale Aufmaß übernimmt.

Häufige Fragen

Wie genau muss ich die Küche ausmessen?

Auf den Zentimeter genau. Bei Einbaunischen und Hochschränken zählen sogar wenige Millimeter, deshalb übernimmt das Studio vor der Bestellung ein Feinaufmaß.

Kann man Anschlüsse verlegen lassen?

Ja. Wasser- und Stromleitungen lassen sich meist mit überschaubarem Aufwand versetzen. Planen Sie dafür je nach Umfang einige hundert bis über tausend Euro ein und beauftragen Sie Fachbetriebe.

Was ist die Brüstungshöhe und warum ist sie wichtig?

Das ist der Abstand vom Boden zur Fensterbank. Liegt sie unter der geplanten Oberkante der Arbeitsplatte, muss die Planung angepasst werden, etwa durch eine niedrigere Arbeitshöhe oder eine Aussparung.

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