Moderne Einbaubacköfen bieten weit mehr als Ober- und Unterhitze. Selbstreinigung per Pyrolyse, Dampfunterstützung, Mikrowellenfunktion und Bratenthermometer machen den Backofen vielseitig. Ebenso wichtig ist die Einbauhöhe: Ein hoch eingebauter Backofen schont den Rücken. Hier erfahren Sie, welche Funktionen Ihnen tatsächlich nutzen, welche Einbauvarianten es gibt und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten. Außerdem zeigen wir, wie Sie mehrere Geräte sinnvoll kombinieren. So vermeiden Sie Fehlkäufe.
Einbauhöhe: unter dem Kochfeld oder im Hochschrank?
Der klassische Herd-Unterbau ist platzsparend, zwingt aber zum Bücken. Im Hochschrank wird der Backofen so eingebaut, dass die Unterkante der Tür etwa auf Hüfthöhe liegt – meist 85 bis 100 cm über dem Boden. Das erleichtert Kontrolle und das Herausnehmen schwerer Bleche erheblich. Für eine barrierefreie Küche sind hoch eingebaute Geräte nahezu Pflicht. Grundsätzliches finden Sie unter Arbeitshöhe und Ergonomie.
Funktionen im Überblick
- Pyrolyse: Der Ofen heizt auf rund 450–500 °C und verbrennt Verschmutzungen zu Asche. Ein Reinigungsdurchgang dauert ein bis drei Stunden.
- Katalyse: Spezialbeschichtete Rückwände bauen Fett beim Backen ab, günstiger, aber weniger gründlich.
- Dampfunterstützung: Dampfstöße für knusprige Brote und saftige Braten.
- Dampfgarer: Garen mit reinem Dampf, schonend für Gemüse und Fisch, als eigenes Gerät oder Kombi.
- Kompaktgeräte mit Mikrowelle: 45 cm hoch, ersetzen eine separate Mikrowelle.
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Kosten
| Gerätetyp | Preisspanne |
|---|---|
| Standard-Backofen | 300–600 € |
| Backofen mit Pyrolyse | 600–1.300 € |
| Backofen mit Dampfunterstützung | 800–1.800 € |
| Kompakt-Dampfgarer | 900–2.500 € |
| Kompaktbackofen mit Mikrowelle | 700–1.800 € |
Vor- und Nachteile Pyrolyse
Vorteile
- Kaum noch Schrubben nötig
- Keine Reinigungschemie
Nachteile
- Stromverbrauch pro Reinigung ca. 2–4 kWh
- Aufpreis gegenüber Standardgeräten
- Tür bleibt während des Vorgangs verriegelt
Kombinationen planen
Beliebt ist ein Hochschrank mit Backofen (60 cm) und darüber einem Kompaktgerät (45 cm), etwa Dampfgarer oder Mikrowelle. Bosch, Siemens, Neff und Miele bieten die Geräte im gleichen Design an, sodass die Linien sauber fluchten. Neff ist zudem für die versenkbare Backofentür bekannt.
Backofen im Angebot prüfen
Viele Backöfen sind in mehreren Varianten erhältlich, die sich nur in Details wie Teleskopauszügen, Display oder Reinigungsart unterscheiden. Lassen Sie sich daher die genaue Modellnummer nennen und vergleichen Sie, welche Ausstattungslinie im Angebot steckt. Prüfen Sie auch, ob der Hochschrank für den Backofen die richtige Nischenhöhe (meist 60 cm) hat und ob bei Kombinationen beide Geräte fluchten. Hinweise zum Vergleich finden Sie unter Angebote vergleichen. Ein Paket aus Küche und Geräten ist oft günstiger als Einzelkäufe – Sie können kostenlos Küchenangebote anfordern.
KITCHENCHECK-Tipps
- Prüfen Sie, ob Teleskopauszüge enthalten sind – sie machen das Hantieren mit Blechen deutlich sicherer.
- Mit Pyrolyse sparen Sie sich Katalyse-Bleche, sollten aber die Ofenschienen pyrolysefest wählen.
- Ein Bratenthermometer ist für Fleischliebhaber eine der nützlichsten Zusatzfunktionen.
Häufige Fragen
Wie hoch sollte ein Backofen eingebaut werden?
Ideal ist eine Höhe, bei der die geöffnete Tür etwa auf Ellenbogenhöhe minus 10 bis 20 cm liegt. Praktisch bedeutet das meist 85 bis 100 cm Unterkante über dem Boden.
Lohnt sich ein Dampfgarer?
Wenn Sie häufig Gemüse, Fisch oder Beilagen zubereiten und schonend garen möchten, ja. Für gelegentliche Nutzer reicht oft ein Backofen mit Dampfunterstützung.
Wie viel Strom braucht die Pyrolyse?
Je nach Programm etwa 2 bis 4 kWh pro Durchgang. Bei zwei bis drei Reinigungen im Jahr ist das überschaubar.